Das Land der 30 Berlusconis: Pressefreiheit in Brasilien

Journalisten leben gefährlich

Vera Araújo filmte, wie rüde ein Polizist mit einem Fan umging. Als Journalistin tat sie nur ihre Arbeit. Kurz darauf wurde sie verhaftet.

[…] Dann verlangt der Polizist, dass Araújo das Filmen einstellt. Araújo weist sich als Journalistin aus, doch der Polizist verpasst ihr Handschellen und nimmt sie mit. Begründung: „Widerstand gegen die Staatsgewalt“. Als die preisgekrönte Journalistin und Juristin auf der Hinterbank des Streifenwagens – gleich neben dem Argentinier – losfährt, lächelt sie noch. Später nicht mehr.

…Die Brasilianische Vereinigung für investigativen Journalismus ABRAJI hat seit den großen Sozialprotesten im Juni 2013 bis zum Frühjahr 2014 allein 170 Gewalttaten gegen JournalistInnen registriert – laut der Journalistenvereinigung geht die Mehrheit der Übergriffe auf das Konto der Polizei.

Auch die internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) schreibt in ihrem Landesbericht zu Brasilien: „Viele der Gewalttaten und verbalen Anfeindungen gegen Journalisten in Brasilien gehen von Lokalpolitikern und -behörden aus.“ Darin heißt es auch: „Brasilien gehört zu den Ländern, in denen seit Jahren immer wieder Journalisten ermordet werden, ohne dass es einen Krieg oder Bürgerkrieg gäbe.“…

https://www.taz.de/Pressefreiheit-waehrend-der-WM/!140799/

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