Carmen Thomas, erste Sportmoderatorin in Deutschland, über weibliche Fußballberichterstattung, Diskriminierung, Schalke 05 und die CDU

„WM ist die heilige Kuh der Männer“

Interview von: Julia Ley & Christoph Farkas

taz_carmen_thomas[…] Bei den wirklich wichtigen Positionen helfen die Männer den Frauen lieber in den Mantel als in ein Amt, das sie selbst gerne hätten oder behalten möchten.

[…] Es war eine paradoxe Situation. Damals dachten alle, Frauen wären zartbesaitet. Dabei kam die letzte Frauengeneration gerade aus dem Krieg und hatte das Land wiederaufgebaut. Trotzdem dauerten alte Klischees fort. Frauen durften keine Kraftwörter benutzen, sie durften nicht mal langsam über die Straße gehen, ohne gleich für eine Bordsteinschwalbe gehalten zu werden. Doch mich konnten die Männer nicht einordnen. Ich hatte kurze Haare, sah salopp aus und hatte nichts Unterwürfiges.

Heute erinnert man sich vor allem wegen eines einzigen Versprechers an Sie.

Klar, „Schalke 05“! Im Grunde richtete sich die Bild-Kampagne, die darauf folgte, aber nicht gegen mich. Ich war eigentlich nur die Stellvertreterzielscheibe, die ihren Kopf hinhalten musste. Eigentlich ging das gegen einen SPD-nahen Abteilungsleiter, der einigen im CDU-geführten ZDF offenbar nicht passte….

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