Nett, weiß, heterosexuell: Thomas Müller – ein Mann wie eine Volkspartei

WM-Star Thomas Müller

von Peter Unfried, taz

Brazil Soccer WCup Germany AlgeriaNett, weiß und heterosexuell: Der Nationalspieler Thomas Müller ist normal, lässig und die perfekte Projektionsfläche für deutsche Träume.
[…] Er ist das, wovor wir Angst haben. Es merkt nur keiner. Müller ist der häufigste Nachname in Deutschland und Thomas einer der häufigsten Vornamen. Müller, das ist das Missverständnis, ist so normal wie wir. Und er ist so besonders wie wir.
Müller ist im Grunde eine Volkspartei, die noch viel breiter funktioniert als Merkel, weil die Projektion eine harmlose Modernität mit der illusionären Sehnsucht verknüpft, dass es mit dem Know-how von gestern weitergehen kann. 1970 und 1974 hatten wir doch auch einen Müller. Der war klein und dick. Und nun ist er groß und dünn. Das ist doch nun aber wahrlich genug an Veränderung.

Text auf taz.de

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