„Krieg gegen die Armen“: Deutsche Gepardpanzer, Wasserwerfer und Polizeikessel für die #WM in #Brasilien

Im Vorfeld der WM protestierten Millionen Menschen gegen die Fifa, die unsoziale Politik der Regierung – und gegen den exzessiven Einsatz von Polizeigewalt. Die Militärpolizei führe schon lange, so Thomas Fatheuer, einen „Krieg gegen die Armen“, allein 2013 tötete sie etwa 400 Menschen. Im Zuge der WM-Vorbereitungen wurden – auch auf Druck der Fifa – Polizei und Militär massiv aufgerüstet. So hat die deutsche Polizei die Polizei von Rio in der „Kessel-Taktik“ ausgebildet, während Krauss-Maffei Wegmann zusammen mit Siemens 34 Gepard-Panzer mit Flugabwehrgeschützen und VW Wasserwerfer lieferte. Die WM werde der größte Einsatz von Streitkräften im Inneren in der Geschichte Brasiliens. Die staatliche Gewalt richtet sich besonders gegen die Menschen in den Favelas. Schätzungsweise 250.000 Menschen sind für WM und Olympia vertrieben worden oder akut von Vertreibung bedroht. Kein Haus eines Reichen sei angetastet worden, so Thomas Fatheuer, betroffen seien ausschließlich ärmere Menschen.

Gäste: Thomas Fatheuer, Sozialwissenschaftler und Buchautor, bis 2010 Leiter des Büros der Heinrich-Boell-Stiftung in Rio de Janeiro
Wolfgang Maennig, Prof. für Wirtschaftspolitik an der Universität Hamburg, Ruder-Olympiasieger (1988)
Dave Zirin, Sportjournalist, Autor des Buches „Brazil’s Dance with the Devil. The World Cup, the Olympics, and the Fight for Democracy“
sowie Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm „Dominio Publico“ von Fausto Mota

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