Schüttel den Staub ab: Reaktionen auf die Niederlage der Seleção #Copa

Brasilien nach der Niederlage – Wie sollen wir unsere Kinder trösten?

Der Gastgeber erreicht das Spiel um Platz drei. Eine Demütigung, die kaum zu verkraften ist. Die Brasilianer wittern eine Verschwörung.

von Andreas Behn

midia_ninja_mtst 4Foto: Mídia Ninja

[…] Recht fassungslos auch die WM-Kritiker. Einige hatten doch ein frühes Ausscheiden gewünscht, damit diese WM doch nicht so harmonisch verläuft, wie von oben verordnet. Doch diese Schmach, die ist fies. Politische Auswirkungen werde das Debakel aber nicht haben, ist Orlando Junior vom Comitê Popular da Copa überzeugt.
„Es ist falsch und naiv, dem Sport und bestimmten Ergebnissen politische Bedeutung beizumessen.“ Bestimmt würden einige jetzt versuchen, mit diesem Ergebnis Stimmung zu machen, für oder gegen irgendetwas. „Doch das funktioniert nicht, die Menschen ticken anders und lassen sich davon nicht beeinflussen,“ sagt Orlando Junior. Wenig später twitterte bereits der erste Oppositionspolitiker, dass die „kalte“ Regierung für die Niederlage verantwortlich sei und die Rechnung präsentiert bekäme.
Wichtiger seien Botschaften wie die von David Luiz. „Er ist einer der wenigen Nationalspieler, die nicht nur Verständnis für die Protestewelle des vergangenen Jahres zeigten, sondern sie auch unterstützt hat,“ so Orlando Junior. Direkt nach Spielende entschuldigte sich Luiz im Interview am Spielfeldrand und sagte mit Tränen in den Augen: „Vor allem wollte ich dem Volk Freude bereiten, den Leuten, die sowieso schon so viel Leid haben.“
Gewohnt beherrscht reagierte Präsidentin Dilma Rousseff: „Wie alle Brasilianer bin ich sehr, sehr traurig. Aber wir werden uns nicht unterkriegen lassen.“ Und zitierte einen populären Samba: „Steh auf, schüttle den Staub ab und gewinne.“
Unmittelbar nach dem Abpfiff ließen einige ihren Frust auf den Straßen heraus. In São Paulo gingen über 20 Busse in Flammen auf, mehrere Buslinien stellten den Verkehr ein. Mehrere Geschäfte wurden geplündert. Auch in Curitiba und Maceió wurden Busse angegriffen und Schaufenster eingeschmissen. Nahe des Fanfests in Rio, aber auch in anderen Städten kam es zu Überfällen, die Polizei nahm zahlreiche Menschen fest…

Den ganzen Artikel lesen: taz.de

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